In diesem Artikel
Was ist der GPD G2?
Das GPD G2 ist eine modulare eGPU-Dockingstation, die eine Desktop-PCIe-Grafikkarte aufnehmen kann und über MCIO 8i oder USB4 v2.0 mit einem kompatiblen Host verbunden wird. Dieser Testbericht zum GPD G2 befasst sich mit der Grafikerweiterung, den zwei USB-A-Anschlüssen, Gigabit-Ethernet, der Unterstützung für M.2-Speicher sowie der Power Delivery mit bis zu 100 W.
In diesem Testbericht zum GPD G2 werden die Gaming-Ergebnisse der NVIDIA RTX 3090 mit einem GPD BOX und einem GPD WIN 5 dokumentiert; anschließend werden die vom Hersteller angegebenen Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten des Gehäuses untersucht. Die Leistungswerte sind die aus dem mitgelieferten Testprotokoll entnommenen Ergebnisse; die Angaben zu Anschlüssen, Stromversorgung und Kompatibilität basieren auf den aktuellen Spezifikationen des GPD G2.
Für alle, die verschiedene eGPU-Optionen vergleichen, liegt der praktische Vorteil in der Modularität. Anstatt ein Dock mit einer fest eingebauten mobilen GPU zu erwerben, können Sie beim G2 eine kompatible Desktop-Grafikkarte auswählen und diese später austauschen, während das Gehäuse, das Netzteil und die Hub-Funktionen erhalten bleiben.
GPD G2 – Überblick
Das Gehäuse misst etwa 6,19 × 4,71 × 7,16 Zoll (157,3 × 119,8 × 182 mm) und wiegt 1,605 kg (3,5 lb). Dieser Testbericht zum GPD G2 ergab, dass die angegebene Konstruktion aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und PC 94V-0 darauf ausgelegt ist, ein kompaktes und zugleich robustes Gehäuse zu bieten.
An der Vorderseite befindet sich der PCIe 5.0 x16-Steckplatz für die Grafikkarte. Dieser verfügt über eine Standard-Halteklammer, und daneben befindet sich ein abgedeckter M.2 2280 PCIe 3.0 x2-SSD-Steckplatz zur Speichererweiterung.
Darunter befinden sich von links nach rechts der MCIO 8i-Anschluss, ein USB4 v2.0-Anschluss, zwei USB 3.2 Gen 2 Typ-A-Anschlüsse sowie ein Gigabit-Ethernet-Anschluss. Der M.2-Steckplatz, die USB-Anschlüsse und der Netzwerkanschluss verleihen dem Gehäuse neben seiner Funktion als Grafikkarte auch die Rolle eines Hubs.
Auf der linken Seite befinden sich der LED-beleuchtete Netzschalter und der Lufteinlass für das integrierte Netzteil. Auf der rechten Seite befinden sich der 12-V-2×6-ATX-3.1-GPU-Stromanschluss, der Luftauslass des Netzteils sowie ein IEC-60320-C14-Netzanschluss.
Technische Daten des GPD G2
Die Überprüfung der technischen Daten im Testbericht zum GPD G2 bestätigt das Vorhandensein eines integrierten ATX-3.1-Netzteils mit „Gold“-Zertifizierung und einem angegebenen Wirkungsgrad von mindestens 92 %. Sein 12V-2×6-Ausgang ist für eine kontinuierliche Gesamtleistung von 800 W bei 12 V ausgelegt, und im Lieferumfang sind die erforderlichen Kabel enthalten, um das G2 an eine Grafikkarte anzuschließen.
Die Kompatibilität umfasst Grafikkarten der NVIDIA GeForce GTX 10-, GTX 16- sowie der RTX 20-, 30-, 40- und 50-Serien; Karten der AMD Radeon RX 400/500-, Vega-, Radeon VII-, RX 5000-, 6000-, 7000- und 9000-Serien sowie Karten der Intel Arc A- und B-Serien. Die Liste umfasst zudem ausgewählte Workstation- und Rechenzentrums-Produktfamilien; jedoch müssen die Abmessungen der Grafikkarten, der erforderliche Freiraum für die Kühlung, die Anschlussanforderungen sowie die Host-Kompatibilität bei jedem einzelnen Systemaufbau noch überprüft werden.
Die veröffentlichte GPD-G2-Kompatibilitätsliste gruppiert die unterstützten Produktfamilien wie folgt.
| Kategorie „GPU“ | Veröffentlichte kompatible Familien |
|---|---|
| Verbraucher-GPUs | NVIDIA GeForce GTX 10, GTX 16, RTX 20, RTX 30, RTX 40 und RTX 50-Serie; AMD Radeon RX 400/500-, RX Vega-, Radeon VII-, RX 5000-, RX 6000-, RX 7000- und RX 9000-Serie; Intel Arc A- und Arc B-Serie |
| Workstation-GPUs | NVIDIA Quadro K-, M-, P-, A- und RTX-Serien; AMD Radeon Pro WX-, Pro W-, Pro W5700-, Pro W6000-, Pro W7000- und AI PRO R9000-Serien; Intel Arc Pro A- und Arc Pro B-Serien |
| GPUs für Rechenzentren | NVIDIA Tesla, T4, A100, H100/H200 und nachfolgende PCIe-Produkte; AMD Instinct MI8, MI6, MI25, MI100, MI200, MI300 und nachfolgende PCIe-Produkte; Intel Max- und Flex-Serien |
Der MCIO-8i-Anschluss ist die wichtigste Schnittstelle der GPD G2 eGPU. GPD gibt an, dass PCIe-Geräte, darunter Grafikkarten, über den PCIe-Gen-4-x8-Anschluss unterstützt werden, mit einer theoretischen Bandbreite von bis zu 256 Gbit/s; die GPD BOX ist der erste im beigefügten Entwurf namentlich genannte Consumer-Host, der diese Schnittstelle unterstützt.
Falls der Host nicht über MCIO verfügt, stellt die USB4 v2.0-Verbindung die Alternative dar. GPD gibt je nach verwendetem USB4 v2.0-Modus eine symmetrische Bandbreite von bis zu 80 Gbit/s oder eine asymmetrische Bandbreite von 120/40 Gbit/s an.
USB4 v2.0 ist weiterhin abwärtskompatibel mit dem USB4-Standard, sodass die GPD G2-Docking-Verbindung auch mit kompatiblen Handhelds der Marken GPD, AYANEO und ONEXPLAYER sowie mit Mini-PCs und Ultrabooks genutzt werden kann. Der Host, das Kabel, die Firmware und die Grafikkarte haben weiterhin Einfluss auf das Nutzungserlebnis.
Anschlussmöglichkeiten des GPD G2
Für einen Host mit MCIO handelt es sich dabei um die Verbindung mit der höchsten Bandbreite gemäß der veröffentlichten Spezifikation, mit einer theoretischen Bandbreite von bis zu 256 Gbit/s für Grafik- und allgemeine Datenübertragungen. In diesem Testbericht zum GPD G2 spielt auch das Design mit zwei Anschlüssen eine wichtige Rolle: MCIO übernimmt die Grafikverbindung, während USB 4 v2.0 die Hub-Erweiterung und die Power-Delivery-Funktion bereitstellt.
Die meisten Nutzer werden wahrscheinlich eine Verbindung über USB4 v2.0 herstellen, unabhängig davon, ob sie eine GPD-BOX-Konfiguration oder einen abwärtskompatiblen USB4-Host verwenden. Dies ist für viele neuere und ältere Geräte die einfachere Vorgehensweise, und die beiden USB-A-Anschlüsse, der Ethernet-Anschluss sowie der SSD-Einschub machen das Gerät zu mehr als nur einem Grafikgehäuse; geeignetes Zubehör kann über den integrierten Hub angeschlossen werden.
Gaming-Leistung
Testbedingungen
- Host-Geräte: GPD BOX Core Ultra X7 358H über USB4 v2.0; GPD WIN 5 über USB4.
- Externe GPU: NVIDIA RTX 3090.
- Getestete Titel: Forza Horizon 6, Subnautica 2, DOOM: The Dark Ages, No Man’s Sky, PowerWash Simulator 2, Super Meat Boy 3D, Hades II, Descenders, Goat Simulator 3, Palworld und The Outer Worlds.
Für den Leistungsteil dieses GPD G2-Testberichts wurden im Testprotokoll der GPD BOX Core Ultra X7 358H über USB4 v2.0 und der GPD WIN 5 über USB4 verwendet, wobei für jedes aufgeführte Ergebnis eine NVIDIA RTX 3090 zum Einsatz kam. Hintergrundinformationen zum Mini-PC selbst finden Sie in unserem Testbericht zur GPD BOX.
In den bereitgestellten Zahlen zu „Forza Horizon 6“ liegt das Ergebnis des GPD BOX bei beiden erfassten Einstellungen über dem des GPD WIN 5. Der Unterschied ist für diesen Test zwar aussagekräftig, doch da die Details zu Treiber, Spielversion und Leistungsprofil nicht erfasst wurden, sollte er nicht als allgemeiner Bandbreitenvergleich zwischen den beiden Geräten gewertet werden.
Leistung von „Forza Horizon 6“
| Host-Gerät | Auflösung | Grafikeinstellungen | Gemessene Bildrate |
|---|---|---|---|
| GPD BOX mit GPD G2 | 4K | Extrem | 43 FPS |
| GPD BOX mit GPD G2 | 1440p | Hoch | 62 FPS |
| GPD WIN 5 mit GPD G2 | 4K | Extrem | 35 FPS |
| GPD WIN 5 mit GPD G2 | 1440p | Hoch | 40 FPS |
GPD BOX mit der Leistung des GPD G2
Die folgende Tabelle enthält alle im Testprotokoll erfassten Spielergebnisse der GPD BOX, unterteilt nach Auflösung, Grafikeinstellungen und gemessener Bildrate, um einen leichteren Vergleich zu ermöglichen.
| Spiel | Auflösung | Grafikeinstellungen | Gemessene Bildrate |
|---|---|---|---|
| Subnautica 2 | 1440p | Hoch | Über 60 FPS |
| DOOM: Das dunkle Zeitalter | 4K | „Nightmare“, DLSS „Balanced“ | Über 60 FPS |
| No Man’s Sky | 4K | Ultra, DLSS „Balanced“ | Über 60 FPS |
| PowerWash Simulator 2 | 4K | Höchster | Über 60 FPS |
| Super Meat Boy 3D | 4K | Höchster | Über 60 FPS |
| Hades II | 4K | Hoch | Über 60 FPS |
| Unterlängen | 4K | Ultra | Über 60 FPS |
| Goat Simulator 3 | 4K | Episch | Über 60 FPS |
GPD WIN 5 mit GPD G2
Die folgende Tabelle enthält alle im Testprotokoll erfassten GPD WIN 5-Ergebnisse, wobei Auflösung, Grafikeinstellungen und die gemessene Bildrate zur besseren Übersichtlichkeit separat aufgeführt sind.
| Spiel | Auflösung | Grafikeinstellungen | Gemessene Bildrate |
|---|---|---|---|
| Palworld | 4K | Hohe Voreinstellung | Über 60 FPS |
| The Outer Worlds | 4K | Ultra, FSR 2 symmetrisch | Über 60 FPS |
| DOOM: Das dunkle Zeitalter | 4K | „Nightmare“, DLSS „Balanced“ | Über 60 FPS |
Letzte Überlegungen
Der Testbericht zum GPD G2 weist auf ein überzeugendes Upgrade für Nutzer hin, die ein GPD G1, einen ONEXPLAYER ONEXGPU 1 oder 2 oder eine andere Dockingstation mit integrierter GPU verwenden. Mit dem GPD G2 können Sie nun eine kompatible Desktop-Grafikkarte auswählen und diese später austauschen, anstatt die gesamte eGPU-Dockingstation zu ersetzen, was für ein modulares Setup langfristig sinnvoll ist.
Eine Funktion, die ich mir gewünscht hätte, ist die Unterstützung von OCuLink. Da mehrere Handheld-Spielekonsolen und Mini-PCs OCuLink nutzen, hätte dessen Integration die Anschlussmöglichkeiten erweitert. MCIO ist in diesem Verbraucherbereich noch relativ neu, und die weitere Ausweitung der Host-Unterstützung bleibt abzuwarten.
Darüber hinaus ist USB4 v2.0 eine wichtige Neuerung für potenzielle neue Host-Geräte, wobei die Kompatibilität mit älteren USB4-Generationen gewahrt bleibt. Die zusätzlichen USB-Anschlüsse und der SSD-Speichersteckplatz sind ebenfalls willkommene Ergänzungen der GPD G2 eGPU-Dockingstation, insbesondere für eine Schreibtischkonfiguration, die neben Grafikleistung auch Speicherplatz und Peripheriegeräte benötigt.
Wenn Sie eine eGPU-Konfiguration für ein kompatibles Gerät in Erwägung ziehen, sollten Sie das GPD G2 ernsthaft in Betracht ziehen. Dieser Testbericht zum GPD G2 kommt zu dem Schluss, dass sein modularer Grafikkartenansatz, die Leistungsangabe von 800 W, die MCIO-Option und die Hub-Funktionen flexibler sind als bei einem Dock mit fest integrierter GPU; allerdings sollten das Fehlen von OCuLink und die gerätespezifische Natur der eGPU-Leistung Ihre Entscheidung beeinflussen. Sehen Sie sich das gesamte eGPU-Sortiment an, um Anschlussarten und Gehäuseformate zu vergleichen.
Unser Fazit – Lohnt sich der Kauf des GPD G2 für ein modulares eGPU-Setup?
Kurze Antwort: Dieser Testbericht zum GPD G2 kommt zu dem Schluss, dass das GPD G2 eine überzeugende Option für kompatible Host-Geräte darstellt, wenn Sie eine austauschbare Desktop-GPU, MCIO- oder USB4-v2.0-Anschlüsse mit hoher Bandbreite sowie Hub-Funktionen in einem einzigen Gehäuse wünschen.
Am besten geeignet für: Besitzer eines GPD BOX, GPD WIN 5, Handhelds, Mini-PCs und Ultrabooks mit kompatiblem Anschluss, die ihre eigene Desktop-Grafikkarte auswählen und aufrüsten möchten.
Nicht ideal für: Nutzer, die OCuLink benötigen, ein festes Dock mit integrierter GPU benötigen oder Leistungsergebnisse wünschen, von denen angenommen werden kann, dass sie für jeden USB4- oder MCIO-Host gelten.
FAQ
Kann das GPD G2 mit einer NVIDIA RTX 3090 ausgestattet werden?
Ja. Die Leistungstabellen in diesem Artikel wurden mit einer NVIDIA RTX 3090 erfasst, und die von GPD veröffentlichte Kompatibilitätsliste umfasst PCIe-Grafikkarten der NVIDIA RTX 30-Serie. Bitte überprüfen Sie vor dem Zusammenbau des Systems die Abmessungen der jeweiligen Grafikkarte, den erforderlichen Freiraum für die Kühlung sowie die Stromversorgungsanforderungen.
Unterstützt das GPD G2 OCuLink?
Die aktuell von GPD veröffentlichte Anschlussliste nennt MCIO 8i und USB4 v2.0, nicht jedoch OCuLink. MCIO bietet die höchste angegebene Bandbreite für einen kompatiblen Host, während USB4 v2.0 eine Alternative mit breiterer Kompatibilität darstellt.
Kann ich den GPD G2 mit einer GPD BOX oder einem GPD WIN 5 verwenden?
Ja, in diesem Testbericht werden die Ergebnisse des GPD BOX und des GPD WIN 5 bei einer Verbindung mit dem G2 über USB4 festgehalten. Die genaue Art der Verbindung, die Leistungsfähigkeit des Anschlusses, die Firmware sowie die Energieeinstellungen des jeweiligen Hosts können das Ergebnis beeinflussen.
Ist das GPD G2 eine gute eGPU-Dockingstation für langfristige Aufrüstungen?
Dies kann eine gute langfristige Entscheidung sein, wenn Sie die Grafikkarte Ihres Desktop-Computers und nicht das gesamte Dock austauschen möchten. Dieser Vorteil der Modularität kommt vor allem dann zum Tragen, wenn Ihr Host kompatibel ist und Sie OCuLink nicht benötigen.
GPD G2 – Testbericht
Das GPD G2 ist ein All-in-One-Dock für externe Grafikkarten, das über PCIe 4.0 x8 oder USB4 v2 die Grafikleistung eines Desktop-PCs bietet und zudem über ein ATX 3.1-Netzteil, einen M.2-NVMe-Speichersteckplatz, Gigabit-LAN sowie USB-Anschlüsse verfügt.
Was uns gefallen hat
- Unterstützung für PCIe 4.0 x8 und USB4 v2
- Kompatibel mit modernen Desktop-Grafikkarten
- Eingebautes ATX-3.1-Netzteil
- M.2-NVMe-SSD-Erweiterungssteckplatz
- Ethernet, USB und Host-Ladefunktion inklusive
Könnte besser sein
- Keine OCuLink-Unterstützung
Fragen & Kommentare
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