In diesem Artikel
Was ist die GPD BOX?
Die GPD BOX ist der erste Mini-PC von GPD und bietet Intel-Ultra-Prozessoren, eine kompakte Desktop-Größe, USB 4.0-Anschlüsse, zwei 2,5-Gb-Ethernet-Anschlüsse sowie eine optionale eGPU-Erweiterung über die GPD G2-Dockingstation. In diesem Testbericht zur GPD BOX werden das Design, die Systemleistung, die Gaming-Fähigkeiten, die Emulationsmöglichkeiten sowie das Potenzial für externe Grafiklösungen untersucht.
In diesem Testbericht zur GPD BOX wird untersucht, ob GPDs erster Vorstoß in die Kategorie der Mini-PCs einen nützlichen Beitrag auf dem Schreibtisch leistet. GPD ist vor allem für tragbare Gaming-PCs und Mini-Laptops bekannt; daher betritt die GPD BOX einen umkämpften Markt mit einer etwas anderen Designsprache und einer klaren Anbindung an das umfassendere GPD-Ökosystem.
Die praktische Frage ist einfach: Ist die GPD BOX lediglich ein weiterer kompakter Desktop-PC oder eignet sie sich als Mini-PC mit Intel-Prozessor für Arbeit, Medien, Gaming, Emulation und GPU-Erweiterung? Nach unseren Tests lässt sie sich am besten als kompaktes Alltagsgerät mit guter Leistung für ihre Preisklasse verstehen und nicht als direkter Konkurrent zu leistungsstärkeren Geräten wie dem GPD WIN 5.
Testbedingungen
- Gerät: GPD BOX
- Unterstützte CPU-Optionen: Intel Ultra 7 356H und Intel Ultra X7 358H
- Getestetes Modell: Intel Ultra X7 358H
- Grafikkarte: Intel-Grafikkarte beim Modell 356H; Intel Arc B390-GPU beim Modell 358H
- Speicheroptionen: 32 GB oder 64 GB LPDDR5x mit bis zu 8533 MT/s
- Speicheroptionen: 512 GB bis 4 TB M.2 NVMe 2280 SSD
- eGPU-Test: GPD G2-Dockingstation über USB4 v2 mit NVIDIA GeForce RTX 3090
- Getestete Anwendungen: Geekbench 6, Cinebench 2026, PCMark 10, 3DMark, ausgewählte PC-Spiele, ausgewählte Emulatoren
GPD BOX – Testbericht: Überblick und Design
Die GPD BOX misst etwa 6,88 × 5,27 × 1,55 Zoll bzw. 17,5 × 13,4 × 3,95 cm und wiegt etwa 940 g. Sie ist kompakt genug für einen Schreibtisch, eine TV-Anlage, eine Bürotheke oder einen kleinen Arbeitsbereich, ohne dabei wie eine gewöhnliche schwarze Box zu wirken.
Das Design spiegelt eindeutig den typischen Stil von GPD wider. Die Frontblende mit Gitteroptik, das gut sichtbare Markenlogo und die kompakte Form verleihen dem Gerät mehr Charakter als vielen anderen kompakten Intel-Computern, während das Gesamtbild dennoch klar und aufgeräumt genug bleibt, um sich sowohl für den Einsatz im Büro als auch zu Hause zu eignen.
An der Vorderseite befinden sich von links nach rechts ein 3,5-mm-Kombi-Anschluss für Mikrofon und Audio, zwei USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbit/s sowie zwei USB4-2.0-Anschlüsse, die eine Bandbreite von bis zu 80 Gbit/s unterstützen. Darunter befinden sich zwei Lautsprecherabdeckungen mit je 2 W, die dazu beitragen, dass sich das Gerät für den einfachen Einsatz auf dem Schreibtisch als eigenständige Einheit anfühlt.
Auf der linken Seite befindet sich ein Ein-/Aus-Schalter mit integriertem Fingerabdrucksensor, der von einer LED-Leuchte umrandet ist. Dies ist praktisch für eine schnelle Anmeldung, insbesondere wenn die GPD BOX als Mini-PC für die Arbeit im Homeoffice oder zur gemeinsamen Nutzung in der Familie eingesetzt wird.
An der Rückseite befindet sich von links nach rechts der Stromanschluss. Beim Modell 356H ist zudem ein MCIO-8i-Anschluss vorhanden, darunter befinden sich zwei 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse. Für die Bildschirmausgabe stehen HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1 zur Verfügung, ebenso wie zwei weitere USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbit/s.
Sie können die GPD BOX wie einen herkömmlichen Mini-PC flach auf Ihrem Schreibtisch aufstellen oder den mitgelieferten Ständer verwenden, um sie senkrecht zu positionieren. Diese senkrechte Aufstellmöglichkeit ist sehr praktisch, da sie Platz auf dem Schreibtisch spart und den Zugang zu den Kabeln in beengten Platzverhältnissen erleichtert.
Das Gesamtdesign gehört zu den größten Stärken dieses Testberichts zur GPD BOX. Es fügt sich nahtlos in die Reihe der anderen GPD-Geräte ein, eignet sich aber auch hervorragend als schlichter, kleiner Desktop-PC für Nutzer, die einfach nur ein kompaktes Intel-System mit zahlreichen Anschlüssen suchen.
Technische Daten des GPD BOX
Die GPD BOX ist in zwei Hauptvarianten hinsichtlich der CPU-Spezifikationen erhältlich: dem Intel Ultra 7 356H und dem Intel Ultra X7 358H. Beide verfügen über 4 Leistungskerne, 8 effiziente Kerne und 4 energieeffiziente Kerne. Der 356H läuft mit einer Taktrate von bis zu 4,7 GHz, während der 358H mit bis zu 4,8 GHz läuft.
Bei der Grafikhardware unterscheiden sich die beiden Modelle am stärksten. Das Ultra 7 356H verfügt über eine Standard-Intel-Grafikkarte mit 4 Xe-Kernen und 32 Ausführungseinheiten. Das Ultra X7 358H verfügt hingegen über eine Intel Arc B390-Grafikkarte mit 12 Xe-Kernen und 96 Ausführungseinheiten, sodass sich die Grafikleistung der beiden Modelle deutlich unterscheiden dürfte.
| Bereich | GPD BOX – Technische Daten oder Testergebnis |
|---|---|
| Abmessungen | 6,88 × 5,27 × 1,55 Zoll / 17,5 × 13,4 × 3,95 cm |
| Gewicht | Etwa 940 g / 2,07 lbs |
| CPU-Optionen | Intel Ultra 7 356H / Intel Ultra X7 358H |
| Speicher | 32 GB oder 64 GB LPDDR5x mit bis zu 8533 MT/s |
| Lagerung | M.2-NVMe-2280-SSD mit 512 GB bis 4 TB |
| Drahtlos | Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 |
| Anschlüsse an der Vorderseite | 3,5-mm-Audioanschluss, 2× USB-A mit 10 Gbit/s, 2× USB4 2.0 |
| Anschlüsse auf der Rückseite | Stromanschluss, HDMI 2.1, DisplayPort 2.1, 2× USB-A mit 10 Gbit/s, zwei 2,5-Gb-Ethernet-Anschlüsse |
| Modellspezifischer Anschluss | MCIO 8i am Modell 356H |
| Stromverbrauch im Leerlauf | 4,3 W |
| Stromverbrauch bei 4K-Videos auf YouTube | Etwa 9 W |
| Stromaufnahme unter Volllast im Cinebench-Test | 87 W |
Stromverbrauch
Was den Stromverbrauch angeht, ist die GPD BOX bei weniger anspruchsvollen Aufgaben sehr effizient. Im Leerlauf auf dem Desktop verbrauchte sie lediglich 4,3 W, beim Abspielen eines 4K-YouTube-Videos lag der durchschnittliche Verbrauch bei etwa 9 W. Unter Volllast in Cinebench 2026 stieg der Stromverbrauch auf 87 W.
Lüftergeräusche und Temperaturen
Was die Lüftergeräusche und Temperaturen betrifft, so wurden im Cinebench-2026-Multithread-Test bei der Einstellung „Balanced“ 49 dB gemessen, wobei die Temperaturen auf der Rückseite 72 °C erreichten. Durch die Umstellung des Lüfters auf 100 % sanken die Temperaturen auf 57 °C, allerdings stieg die Geräuschentwicklung deutlich auf 77 dB an.
System-Benchmarks
Dieser Testbericht zur GPD BOX basiert auf aktualisierten Benchmark-Testverfahren, und es ist schon eine Weile her, dass wir zuletzt einen Mini-PC getestet haben. Daher weichen die Benchmark-Vergleiche etwas von unserem üblichen Format ab, vermitteln jedoch dennoch einen guten Eindruck davon, wo die GPD BOX im Vergleich steht.
Geekbench 6
Die GPD BOX schneidet im Geekbench 6 mit einer Single-Core-Punktzahl von 2.873 sehr gut ab. Damit reiht sie sich in diesem Test direkt unter die besten tragbaren Gaming-PCs ein.
| Gerät | Single-Core | Multi-Core |
|---|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 2,809 | 17,996 |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 2,890 | 14,738 |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 2,898 | 18,198 |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 2,873 | 16,462 |
Seine Multi-Core-Punktzahl von 16.462 übertrifft die des GPD WIN 5 mit dem AMD MAX 385, liegt jedoch etwa 9 % hinter den leistungsstärkeren Geräten mit AMD MAX+ 395 zurück. Dies ist ein starkes Ergebnis für ein kompaktes Desktop-System, insbesondere wenn man es als einen der neueren Mini-Intel-Desktops und nicht als High-End-Gaming-Handheld betrachtet.
Cinebench 2026
Für Cinebench 2026 liegen uns derzeit lediglich die Ergebnisse der GPD BOX vor. Diese erzielte 492,04 Punkte im Single-Thread-Test und 3.955,26 Punkte im Multi-Thread-Test.
| Gerät | Einzelner Thread | Multithreading |
|---|---|---|
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 492.04 | 3,955.26 |
Diese Ergebnisse werden als nützliche Anhaltspunkte für künftige Bewertungen dienen. Vorerst zeigen sie, dass die GPD BOX über ausreichend Rechenleistung für produktive Anwendungen, anspruchsvollere Desktop-Aufgaben und allgemeine kreative Arbeitsabläufe verfügt.
PCMark 10
Im PCMark 10 liegt die GPD BOX mit einer Punktzahl von 9.756 an der Spitze. Damit liegt sie 6,5 % vor dem ONEXPLAYER ONEXFLY APEX, 14,5 % vor dem GPD WIN 5 mit AMD MAX 385 und 20 % vor dem Modell MAX+ 395.
| Gerät | Ergebnis |
|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 8,130 |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 8,522 |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 9,160 |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 9,756 |
Dieses Ergebnis ist wichtig, da PCMark 10 die alltägliche Systemnutzung widerspiegelt. Es untermauert die Einschätzung, dass die GPD BOX ein leistungsfähiger Mini-PC für Homeoffice-Aufgaben, die Mediennutzung, Multitasking und allgemeine Desktop-Produktivität ist.
3DMark
Im 3DMark erzielt die GPD BOX 7.285 Punkte im Time Spy, 40.277 Punkte im Night Raid und 14.104 Punkte im Fire Strike. Damit liegt sie in den GPU-orientierten Tests hinter den Geräten mit AMD-Prozessoren zurück, wobei der größte Abstand im Fire-Strike-Test zu verzeichnen ist, wo sie um etwa 40 % hinterherhinkt.
| Gerät | Time Spy | Nachtangriff | Feuerstreich |
|---|---|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 10,541 | 57,589 | 23,739 |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 10,016 | 48,884 | 22,952 |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 10,635 | 61,861 | 23,452 |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 7,285 | 40,277 | 14,104 |
Aus diesem Grund bedürfen direkte Vergleiche eines Kontextes. Die GPD BOX eignet sich zwar zum Spielen, ist jedoch nicht auf dieselbe Weise positioniert wie leistungsstärkere Gaming-Handhelds oder teurere, speziell auf Gaming ausgerichtete Systeme.
| Benchmark | Ergebnis des GPD BOX-Tests | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Geekbench 6 Single-Core | 2,873 | Starke Single-Core-Leistung |
| Geekbench 6 Multi-Core | 16,462 | In diesem Test liegt das GPD WIN 5 mit AMD MAX 385 vorn |
| Cinebench 2026 – Single-Thread | 492.04 | Bezugspunkt für künftige Tests |
| Cinebench 2026 Multi-Thread | 3,955.26 | Hoher Wert bei der CPU-Auslastung |
| PCMark 10 | 9,756 | Hervorragendes Ergebnis im Alltagsbetrieb |
| 3DMark Time Spy | 7,285 | Gut, liegt jedoch hinter den stärkeren Ergebnissen der AMD-GPUs zurück |
| 3DMark Night Raid | 40,277 | Solide Leistung der integrierten Grafik |
| 3DMark Fire Strike | 14,104 | Etwa 40 % Rückstand bei der größten Lücke |
Gaming-Benchmarks
Wie bei unseren System-Benchmarks werden wir auch einige Gaming-Benchmarks auf neuere Titel aktualisieren. Derzeit umfasst dieser Testbericht zur GPD BOX eine Mischung aus älteren und neueren Spielen.
Forza Horizon 6
In „Forza Horizon 6“ bei einer Auflösung von 1080p und den standardmäßigen Grafikeinstellungen „Very Low“ erreicht die GPD BOX bei 80 W 108 FPS und bleibt bei 55 W mit 104 FPS sehr nahe an diesem Wert. Selbst bei 28 W liefert sie noch flüssige 87 FPS.
| TDP | GPD BOX FPS |
|---|---|
| 80 W | 108 |
| 55 W | 104 |
| 28 W | 87 |
| 15W | 50 |
| 5 W | 8 |
Bei 15 W sinkt die Leistung auf 50 FPS, was je nach Ihren Erwartungen weiterhin spielbar bleibt. Das Ergebnis bei 5 W eignet sich eigentlich nur für eine geringe, energiesparende Nutzung.
Cyberpunk 2077
In „Cyberpunk 2077“ bei 1080p und den niedrigsten Einstellungen erreicht die GPD BOX bei 80 W 83 FPS und bleibt bei 55 W nahezu unverändert. Bei höheren TDP-Werten liegt sie hinter den AMD-Geräten zurück, schließt den Abstand jedoch bei 15 W wieder auf, wo ihre 37 FPS genau auf dem Niveau der Konkurrenz liegen. Bei 5 W sinkt die Leistung drastisch auf knapp über 6 FPS. Dies ist bei einem derart anspruchsvollen Spiel bei sehr geringer Leistungsaufnahme zu erwarten.
| Gerät | 80 W TDP | 55 W TDP | 28 W TDP | 15 W TDP | 5 W TDP |
|---|---|---|---|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 127,57 FPS | 118,6 FPS | 72.11 FPS | 36,15 FPS | 23,34 FPS |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 120,51 FPS | 110,29 FPS | 71,87 FPS | 39,44 FPS | 23,55 Bilder pro Sekunde |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 124,18 FPS | 117,77 FPS | 78.43 FPS | 36,65 FPS | K.A. |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 83,0 FPS | 82,51 FPS | 57,44 FPS | 37,23 FPS | 6,20 FPS |
Shadow of the Tomb Raider
In „Shadow of the Tomb Raider“ bei einer Auflösung von 1080p und der niedrigsten Einstellung erreicht die GPD BOX sowohl bei 80 W als auch bei 55 W 115 FPS. Bei höheren TDP-Werten liegt sie hinter den AMD-Geräten zurück, doch bei 28 W verringert sich der Abstand auf 97 FPS.
| Gerät | 80 W TDP | 55 W TDP | 28 W TDP | 15 W TDP | 5 W TDP |
|---|---|---|---|---|---|
| GPD WIN 5 (AMD MAX+ 395) | 192 FPS | 182 FPS | 126 FPS | 71 FPS | 33 FPS |
| GPD WIN 5 (AMD MAX 385) | 173 FPS | 165 FPS | 121 FPS | 71 FPS | 31 FPS |
| ONEXPLAYER ONEXFLY APEX (AMD MAX+ 395) | 193 FPS | 181 FPS | 128 FPS | 74 FPS | K.A. |
| GPD BOX (Intel Ultra X7 385H) | 115 FPS | 115 FPS | 97 FPS | 66 FPS | 24 FPS |
Bei 15 W bleibt es mit soliden 66 FPS wettbewerbsfähig. Dies zeigt, dass die GPD BOX auch ohne ständigen Betrieb bei hoher Leistung noch eine brauchbare Gaming-Leistung erbringen kann.
Spieleleistung in der Praxis
Die GPD BOX ist zwar nicht in erster Linie als Gaming-Mini-PC konzipiert, doch Tests unter realen Bedingungen zeigen, dass sie dennoch eine nützliche Auswahl an modernen Titeln wiedergeben kann. Sie sollte eher als kompaktes System betrachtet werden, das auch zum Spielen geeignet ist, und nicht als vollwertiger Ersatz für einen dedizierten Gaming-Desktop.
Forza Horizon 6
Wir konnten „Forza Horizon 6“ bei einer Auflösung von 1440p mit den standardmäßigen hohen Grafikeinstellungen und aktiviertem Intel XeSS-SR ausführen. Dabei erreichten wir konstant über 60 Bilder pro Sekunde.
Subnautica 2
Bei „Subnautica 2“ haben wir das Spiel mit einer Auflösung von 1440p, der TSR-Hochskalierung im Modus „Balanced“ und den standardmäßigen Grafikeinstellungen „Medium“ gespielt. Dabei wurden mehr als 60 Bilder pro Sekunde erreicht.
Ziele
Pünktlich zur Weltmeisterschaft haben wir „Goals“. Wir haben das Spiel in 4K gespielt, wobei alle Einstellungen auf das Maximum eingestellt waren, und konnten durchgehend solide 60+ Bilder pro Sekunde aufrechterhalten.
Leistung der Emulation
Die Emulation ist ein weiterer überzeugender Anwendungsfall in diesem Testbericht zur GPD BOX. Selbstverständlich werden wir feststellen, dass auf den von uns getesteten Systemen alle Spiele bis hin zu den moderneren Konsolen und Handhelds ohne jegliche Leistungseinschränkungen laufen.
Sie können die Darstellungsauflösung auf bis zu 4K erhöhen und, sofern unterstützt, grafische Optimierungen vornehmen, um die Bildqualität zu verbessern. Damit ist die GPD BOX eine gute Wahl für Nutzer, die ein kompaktes Emulationssystem für den Schreibtisch oder den Fernseher suchen.
PCSX2
Mit PCSX2 können Sie dank verschiedener Grafikeinstellungen problemlos eine Auflösung von bis zu 4K erreichen. Die Spiele sehen nach der Hochskalierung wie aus einer ganz anderen Liga aus.
RPCS3
Mit dem PlayStation-3-Emulator RPCS3 können Sie die Auflösung auf 4K hochskalieren, ohne dass es zu Leistungseinbußen kommt. Außerdem können Sie die anisotrope Filterung auf das 16-Fache erhöhen, um eine hervorragende Bildqualität zu erzielen.
Vita3K
Bei Vita3K haben wir die Rendering-Auflösung erneut auf 4K erhöht und die anisotrope Filterung auf 16x gesteigert. In den von uns getesteten Spielen konnten wir stabile Bildraten erzielen.
Eden
Beim Eden-Emulator erzielen wir in unseren Testspielen sehr gute Ergebnisse. Unser Standardspiel „Cruis’n Blast“ läuft im angedockten Zustand bei einer Auflösung von 1080p mit vollen 60 Bildern pro Sekunde. Die Leistung in den Spielen variiert je nach deren Anforderungen. Insgesamt stellen wir jedoch selbst bei First-Party-Spielen eine sehr gute Leistung fest.
Die GPD BOX mit der GPD G2 eGPU-Dockingstation
Die GPD BOX wurde speziell für die GPD G2 eGPU-Dockingstation entwickelt. Wir werden darauf in unserem ausführlichen GPD G2-Testbericht eingehen, der in Kürze erscheint; dieser Testbericht zur GPD BOX konzentriert sich jedoch darauf, wie die Dockingstation mit der GPD BOX zusammenarbeitet.
Das GPD G2 bietet zwei Anschlussmöglichkeiten für Ihr Gerät: den MCIO-Anschluss und USB4 v2, das abwärtskompatibel mit dem Standard-USB4 ist. Das Modell GPD BOX 356H verfügt über einen MCIO-Anschluss auf der Rückseite, das Modell 358H hingegen nicht. Ihre Möglichkeiten hängen daher davon ab, welches Modell Sie besitzen.
Wir verfügen über das Modell 358H und haben die USB4-v2-Option mit einer NVIDIA GeForce RTX 3090-Grafikkarte genutzt. Die Leistung hängt natürlich von der von Ihnen verwendeten Grafikkarte ab.
Der Vorteil liegt auf der Hand. Durch den Einbau des GPD G2 lässt sich die Grafikleistung bei höheren Auflösungen, anspruchsvolleren Grafikeinstellungen und ressourcenintensiveren Spielen erheblich steigern. Zudem wird die GPD BOX dadurch für lokale KI-Anwendungen, GPU-beschleunigte kreative Arbeiten und andere Aufgaben, die von dedizierter Grafikleistung profitieren, noch nützlicher.
„Forza Horizon 6“ auf dem GPD G2
Wir haben „Forza Horizon 6“ bei einer Auflösung von 1440p mit FSR-Hochskalierung und den Grafikeinstellungen auf „Extrem“ ausgeführt. Dabei wurden mehr als 60 Bilder pro Sekunde erreicht.
„Subnautica 2“ auf dem GPD G2
Bei „Subnautica 2“ haben wir das Spiel in 4K mit DLSS-Upscaling im „Balanced“-Modus und den „Epic“-Grafikeinstellungen gespielt. Unter Wasser sieht es großartig aus und zeigt, wie sehr die externe GPU bei höheren Einstellungen hilft.
DOOM: The Dark Ages mit GPD G2
Bei „DOOM: The Dark Ages“ haben wir das Spiel in 4K mit DLSS-Qualitäts-Upscaling und den „Nightmare“-Einstellungen getestet. Genau bei dieser Art von Rechenlast kann eine externe Grafikkarte dazu beitragen, dass sich ein kompaktes System deutlich leistungsfähiger anfühlt.
Alltag: Büro, Geschäft und Streaming
Über den Gaming-Bereich hinaus eignet sich die GPD BOX gut für verschiedene alltägliche Anwendungen. Dank ihres geringen Stromverbrauchs im Leerlauf und bei der Medienwiedergabe ist sie ein praktischer Mini-PC für Streaming, Videowiedergabe, das Surfen im Internet und den gelegentlichen Einsatz im Wohnzimmer.
Dank seiner kompakten Größe, der zwei Ethernet-Anschlüsse, der zahlreichen USB-Anschlüsse und der guten CPU-Leistung eignet er sich zudem hervorragend als Mini-PC für den geschäftlichen Einsatz. Er lässt sich platzsparend auf dem Schreibtisch unterbringen, kann mehrere Bildschirme ansteuern, eine Verbindung zu kabelgebundenen Netzwerken herstellen und Produktivitätsaufgaben bewältigen, ohne viel Platz einzunehmen.
Für Nutzer, die Intel-PCs im Small-Form-Factor-Format vergleichen, sticht die GPD BOX hervor, da sie ein markanteres Design und eine stärkere Anbindung an das GPD-Ökosystem bietet als viele generische Alternativen. Sie ist zudem einer der interessanteren Intel-Mini-Desktops für Nutzer, die eine eGPU-Erweiterung als Teil ihrer Konfiguration wünschen.
Unser Fazit – Lohnt sich der Kauf der GPD BOX?
Kurze Antwort: Die GPD BOX ist eine Überlegung wert, wenn Sie einen kompakten Intel-Mini-PC mit starker Leistung im Alltag, guter Konnektivität und der Möglichkeit suchen, die Grafikleistung mit dem GPD G2 zu erweitern.
Am besten geeignet für: GPD-Fans, Nutzer kompakter Desktop-PCs, Büroanwendungen, Emulationsfans, Mediennutzer und alle, die einen kleinen PC suchen, der auch für gelegentliches Gaming geeignet ist.
Nicht ideal für: Käufer, die maximale integrierte Gaming-Leistung wünschen, ohne auf eine eGPU zurückgreifen zu müssen, oder Nutzer, die ein System benötigen, das direkt mit leistungsstärkeren Geräten wie dem GPD WIN 5 konkurriert.
Aktueller Status: Getestet als kompakter GPD-Mini-PC mit den bereitgestellten Ergebnissen zu Benchmark-Tests, Gaming, Emulation sowie der GPD G2 eGPU.
Bewertung: 8,5/10 – basierend auf den uns zur Verfügung gestellten Praxistests und Leistungsergebnissen.
Abschließende Gedanken
Die GPD BOX ist ein interessanter erster Schritt von GPD in den Mini-PC-Markt. Sie sieht nicht aus wie ein gewöhnlicher Büro-Mini-PC und vermittelt auch nicht diesen Eindruck – und genau darin liegt eine ihrer Stärken. Das Frontgitter, die kompakte Form, das GPD-Logo und die Option eines vertikalen Ständers verleihen ihr eine unverwechselbarere Identität als vielen anderen kleinen Desktop-Systemen.
Auch die Leistung ist für diese Preisklasse gut, insbesondere wenn man bedenkt, dass die GPD BOX nicht als dedizierter Gaming-Mini-PC positioniert ist. Sie eignet sich zum Spielen, und wie dieser Testbericht zur GPD BOX zeigt, schneidet sie bei einer Reihe von Titeln und Emulatoren überraschend gut ab. Allerdings sollte man ihn nicht direkt mit einem Gerät wie dem GPD WIN 5 vergleichen, das in einer höheren Leistungs- und Preisklasse angesiedelt ist.
Stattdessen eignet sich die GPD BOX besser als kompakter PC für den Alltag, der bei Bedarf auch Spiele, Emulationen, Medienwiedergabe, Produktivitätsanwendungen und anspruchsvollere Desktop-Aufgaben bewältigen kann. Die CPU-Leistung ist stark, die integrierte Grafik ist leistungsfähig, und der geringe Stromverbrauch bei weniger anspruchsvollen Aufgaben macht das Gerät für den täglichen Gebrauch effizient.
Die GPD G2 -Dockingstation eröffnet der GPD BOX völlig neue Möglichkeiten. Durch den Anschluss einer externen Grafikkarte können Sie die Grafikleistung erheblich steigern und so höhere Auflösungen, bessere Grafikeinstellungen sowie anspruchsvollere Spiele nutzen. Zudem eröffnet dies mehr Möglichkeiten für lokale KI-Anwendungen, GPU-beschleunigte kreative Aufgaben und andere Einsatzbereiche, in denen dedizierte Grafikleistung einen großen Unterschied machen kann.
Die GPD BOX ist eine hervorragende Ergänzung des GPD-Ökosystems – sie bietet eine für ihre Preisklasse ordentliche Leistung und ein Design, das sich nahtlos in die Reihe der anderen GPD-Geräte einfügt. Wenn Sie sich in der Kategorie der Mini-PCs umsehen und ein kompaktes, effizientes und gut vernetztes Gerät suchen, das sich von einem gewöhnlichen Desktop-PC abhebt, ist dieses Gerät eine klare Empfehlung.
Damit ist unser Testbericht zur GPD BOX abgeschlossen; wir hoffen, dass er Ihnen weitergeholfen hat. Unser Testbericht zum GPD G2 wird in Kürze erscheinen; darin werden wir Ihnen einen umfassenden Überblick geben und das Gerät mit verschiedenen Geräten testen.
GPD BOX – Häufig gestellte Fragen
Eignet sich die GPD BOX zum Spielen?
Die GPD BOX eignet sich für weniger anspruchsvolle und gut optimierte Spiele, ist jedoch nicht als dedizierter Gaming-Mini-PC positioniert. In unseren Tests bewältigte das Gerät Spiele wie „Forza Horizon 6“, „Cyberpunk 2077“, „Shadow of the Tomb Raider“, „Subnautica 2“ und „Goals“ mit zufriedenstellenden Ergebnissen, die von den Einstellungen, der Auflösung und der Leistungsstufe abhingen.
Ist die GPD BOX besser als die GPD WIN 5?
Die GPD BOX sollte nicht als direkter Ersatz für das GPD WIN 5 betrachtet werden. Das GPD WIN 5 gehört zu einer höheren Leistungs- und Preisklasse, während die GPD BOX eher als kompakter Desktop-Mini-PC mit Gaming- und eGPU-Potenzial einzustufen ist.
Kann die GPD BOX als PC für das Homeoffice verwendet werden?
Die GPD BOX eignet sich dank ihrer kompakten Größe, der hohen CPU-Leistung, zahlreicher USB-Anschlüsse, zweier Bildschirmausgänge, des Fingerabdruck-Netzschalters, Wi-Fi 6E und zweier 2,5-Gb-Ethernet-Anschlüsse hervorragend als Home-Office-PC. Sie ist besonders nützlich, wenn der Platz auf dem Schreibtisch begrenzt ist.
Unterstützt die GPD BOX die GPD G2 eGPU-Dockingstation?
Die GPD BOX unterstützt die GPD G2-Dockingstation, die Anschlussmöglichkeiten hängen jedoch vom jeweiligen Modell ab. Das Modell 356H verfügt über einen MCIO-Anschluss, während das Modell 358H eine USB4 v2-Verbindung für das GPD G2 nutzt.
Eignet sich die GPD BOX gut für Emulationen?
Die GPD BOX eignet sich auf der Grundlage der von uns getesteten Systeme sehr gut für die Emulation. PCSX2, RPCS3, Vita3K und Eden lieferten durchweg überzeugende Ergebnisse, wobei viele Spiele mit höheren Auflösungen und verbesserten Grafikeinstellungen ausgeführt werden konnten.
GPD BOX – Testbericht
Der GPD BOX ist ein kompakter Intel-Mini-PC mit einer Intel Ultra X7 358H-CPU, einer Intel Arc B390-Grafikkarte, 64 GB LPDDR5x-RAM, 4 TB NVMe-Speicher, umfangreicher Konnektivität und optionaler Unterstützung für die GPD G2 eGPU.
Was uns gefallen hat
- Kompaktes und unverwechselbares Design
- Überzeugende Leistung im Alltag
- Hervorragende Anschlussmöglichkeiten, darunter USB 4.0 und zwei 2,5-Gb-Ethernet-Anschlüsse
- Effizient bei geringer Beanspruchung
- eGPU-Unterstützung beim GPD G2
Könnte besser sein
- Die MCIO-Unterstützung ist modellabhängig
Fragen & Kommentare
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